Vertikaler Garten

Wir wollen vertikale Gärten in den Baumhausraum bauen, die Natur und urbane Permakultur in den Raum bringen. Dieses Projekt ist eine Kooperation mit dem lokalen Gemeinschaftsgarten Himmelbeet – im Frühjahr können so Pflanzen zunächst ein bisschen im Baumhaus aufwachsen.

Ein vertikaler Garten klettert die Wände unseres Baumhauses hinauf. Wir haben uns von den Prinzipien der Permakultur inspirieren lassen und möchten die Natur nach Innen holen. Wenn wir uns um unsere Pflanzen kümmern, dann kümmern wir uns auch um uns selber.
Da Zeit und Raum in der Stadt aber oft knapp sind, haben wir uns etwas ganz besonderes überlegt. Wir entwickeln selbst-bewässernde und selbst-kompostierende Systeme, welche die freien vertikalen Flächen hinaufwachsen können. In den letzten Monaten haben mehrere Helfer aus allen möglichen Bereichen, sei es Technik, Architektur, Geologie, Kunst und Kultur, oder auch die neugierigen Nachbarn von nebenan, zusammengeschlossen, um verschiedene vertikale Gartensysteme zu entwickeln. Mit Zollstöcken, Notizblöcken und Werkzeugen, haben sie an einem System mit Erde, einem hydroponischen System ohne Erde und einem aquaponischen System mit Fischen gearbeitet.
Außerdem is eine Pflanzenzuchtstation in Zusammenarbeit mit dem urbanen Gemeinschaftsgarten „Himmelbeet“, das gleich um die Ecke ist, in Planung. Diese Ideen sind die Keimlinge eines laufenden Prozesses, an dem sich Freiwillige von Anfang an bis jetzt beteiligt haben. Es ist ein Projekt, das Menschen zusammenbringt und sie ermutigt, ihre Fähigkeiten und Erfahrungen miteinander zu teilen. Aber das wichtigste ist: Diese vertikale Garten sollen nicht nur auf unseren eigenen Wänden wachsen, sondern auch andere dazu inspirieren, die Natur in ihr Wohnzimmer oder in die Küche einzuladen. Deshalb wollen wir auch Workshops anbieten, in denen Interessierte mehr über Permakultur erfahren können, ihre eigenen vertikalen Garten bauen oder auch lernen, leckere Gerichte mit Kräutern aus dem eigenen kleinen Garten zu kochen.

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Aktualisierungen des vertikalen Garten Projekts 28-6-2016

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fresh compost

On Tuesday, June 28th we had an open meeting in our treehouse to work on two of our vertical gardening systems. One of them is the hydroponic „Lush Jungle“ system where plants will cover a large surface on the wall. The other one is the „vermiculture system“, a compost system with worms.

In the last few weeks, Miriam and Tim, both Urban Garden and Free Space Management students at local Beuth University, calculated which plants work well for the big hydroponic system. Anna looked up pictures online and cut them out so we could place them next to each other to design the garden. But there were more suggestions for plants delivered this evening. The two experts explained why the system had to be homogenous and simple and why flowering plants are a bad idea. Eventually, we will select five final plants which we will cut out on the computer so we can design the garden. The whole system should be ready by the end of August/beginning of September. In a next step we also have to think about setting up the watering system in the cellar.

The vermiculture group was very blessed to have Hany Elkhodary, Co-founder of Würmer Hof, come all the way from Frankfurt Oder to meet and help out with the worm compost system. He had some valuable insights for us: Give the worms some leaves to balance the carbon/nitrogen levels. Separate the soil from the worms by holding a light over the soil, then scrape away the first layer and so on. We should also cut the kitchen scraps into pieces. Worms won’t travel from one box to another, we should just duplicate the same system in the other box.

Next up: Get the worm gang together, harvest some fresh compost, find a way to chop the kitchen waste in a WG-friendly way.

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our expert Hany
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„You’ve got to feel it!“

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Aktualisierungen des vertikalen Garten Projekts 27-4-2016

Bei unserem sechsten Treffen haben wir uns in drei Gruppen aufgeteilt: Eine Vermikultur-Gruppe, eine Lush Jungle-Gruppe und eine Gruppe, die sich ein Pflanzensystem überlegen sollte, das direkt am Schaufenster gegenüber des Waterfall-Systems angebracht werden sollte. Die Vermikulturgruppe hat die Kokons und Baby-Würmer aus dem Karton befreit und sie in die Plastikbox mit der Erde und dem Wurmfutter vermengt. Anschließend haben wir die Erde befeuchtet. Dann haben wir noch Löcher in eine zweite Plastikbox gebohrt, damit die Würmer, wenn sie groß sind, nach oben zu den Essensresten kriechen können. Bis dahin ist es aber noch ein weiter wurmiger Weg. Nun müssen wir täglich die Erde gießen. Lou von „Fresh Square“ (www.fresh-square.com) konnte uns wertvolle Tipps geben.
Des weiteren hat die Lush Jungle Gruppe sich überlegt, welche Pflanzen sie gerne an die große Pflanzenwand anbringen möchten. Dazu werden sie zukünftig Pflanzenbilder mitbringen und sie schon mal probeweise an die Wand hängen. Miriam und Timothy von der Fachhochschule Beuth messen derzeit die Luftfeuchtigkeit und Temperaturen im Raum um zu schauen, ob die gewünschten Pflanzen tatsächlich für diese Umgebung geeignet sind. Derweil hat die dritte Gruppe erste Skizzen zu einem weiteren Pflanzensystem gemacht. Sie wollen ein System mit Erde konstruieren, bei denen die Pflanzen ein Gitter hochranken.

Aktualisierungen des vertikalen Garten Projekts 13-03-2016

„Waterfall“ Vertikalgarten

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Es ist schon fast einen ganzen Monat her dass der „Waterfall“ vertikale Garten an der Wand installiert wurde. Jetzt sind wir in der Phase der Beobachtung und Anpassung. Zum Beispiel haben wir Schimmelbildung in einigen Teilen des Systems bemerkt und um dessen Verbreitung vorzubeugen haben wir diese Teile mit Essig besprüht. Die Pflanzen wurden aus den Holzboxen und Jutesack Taschen entfernt und in Plastikbehälter umgepflanzt. Danach wurde die Bewässerungsrinne abgedichtet. Jetzt schauen wir ob die Pflanzen in den Plastikbehältern gut wachsen. Eine unserer Sorgen ist, dass die Löcher in den neuen Behältern weniger Wasser aufnehmen und dadurch den Pflanzen weniger Wasser anbieten können. Der Vorteil an dem Jutesack Stoff war, dass er wegen des Kapillareffekts viel Wasser hochziehen kann. Die neuen Plastikbehälter haben zwar viele Löcher, wo das Wasser durchfließen kann, sind aber zu groß für den Kapillareffekt.

Ansonsten erscheinen der Erfolg und das Wachstum der Pflanzen sehr unterschiedlich und von der Pflanzenart abhängig zu sein. Bis jetzt haben die erfolgreichsten Pflanzen einen wachsartigen Blattüberzüge und brauchen weniger Wasser.

Gerade überlegen wir, wie wir innerhalb des Systems die unterschiedlichen Bedingungen der Einzelpflanzen variabel ändern können. Gibt es zum Beispiel eine Möglichkeit wodurch wir manchen Pflanzen mehr Wasser bieten können und zur selben Zeit anderen Pflanzen weniger? Unsere Absicht ist es jetzt weiter zu optimieren, um den bestmöglichen Erfolg herauszuholen.

Soil (Erde) Vertical Garden und Vermicultur System

Nach vielen fruchtbaren Treffen und Diskussionen haben wir entschieden, das Kompostierungs-System mit Würmen und den vertikalen Garten voneinander getrennt zu bauen statt eines integrierten Systems. Der wichtigste Grund dafür ist, dass es so viel einfacher zu bauen ist. Ein weiterer Grund ist, dass wir durch die getrennten Systeme mehr Kontrolle über die Gestaltung des vertikalen Gartens haben.

Beim fünften Treffen führten wir die Auswertung und Entwicklung aller Prototypen fort. Unser sechstes Treffen findet am Sonntag den 20. März von 17:00 bis 20:00 Uhr im Baumhaus statt. Ziel ist es, dass jedes Team an diesem Termin den anderen ihren fertigen Prototypen präsentiert. In den nächsten Wochen sollten die Teams Baumaterialien sammeln und Arbeitssitzungen im Baumhaus vereinbaren, um die Prototypen zu bauen.

Letzte Woche ist das Team zusammengekommen um das System zu gestalten und zusammenzubauen. Die Würmer im Kompostierungs-System werden genutzt, um Essenresten abzubauen und sie in nährstoffreiche Erde umzuwandeln. Das System wird schlussendlich eine Quelle für nährstoffreiche Erde für den vertikalen Garten bzw. eine Quelle von Kompost für die Hydrokultursysteme sein. Wir haben beschlossen, dass die Nutzung dieser Art von Mulch nicht nur das Wachsen der Pflanzen erhöht, sondern auch Pflanzenpathogene hemmt.

Das gesamte System besteht aus Kisten die aufeinander gestapelt sind. Essenreste, Bettung, Würmer und Erde werden in die oberste Kiste gegeben. Im Laufe der Zeit bauen die Würme die Bettung und Essenresten ab und die dadurch entstandene nährstoffreiche Erde fällt teilweise in den darunter liegenden Teil herab. Die Würmer gelangen auch in die Kiste, wo sich die abgebauten Essensreste und Erde sammeln. Durch einen Auslaufhahn in dieser Kiste hat man leichten Zugriff auf den Kompostextrakt.

Um das System zusammenzubauen, haben wir drei Kisten aus Plastik die aufeinander gestapelt werden könnten und einen Auslaufhahn gekauft. In die untere Kiste haben wir ein Loch geschnitten. Das Loch war ein bisschen kleiner als der Umfang des Auslaufhahns. Dann haben wir den Auslaufhahn eingeschraubt und mit Gummiringen abgedichtet. Danach haben wir Löcher in die Böden der zwei obersten Kisten gemacht, wobei die Löcher in der obersten Kiste etwas breiter waren. Auf diese Weise können die Würme leichter in die mittlere Kiste gelangen aber von dort aus nicht so leicht in die unterste, wo sich der Kompostextrakt sammelt. Möglicherweise können wir später die Größe dieser Löcher ändern, sodass es als Rotationssytem funktioniert, d.h. dass wir gelegentlich die Positionen der obersten und mittleren Kisten tauschen können. [Deswegen müssten die Löcher am Boden der beiden Kisten von gleicher Größe sein.] Dann müssten wir jedoch noch eine Lösung finden, um das Durchfallen der Würmer und von zu viel Erde nach ganz unten zu vermeiden. Um Luftaustausch zu ermöglichen, haben wir zu guter Letzt eine Reihe von Löchern an den Seiten der obersten und mittleren Kisten gebohrt.

Als nächsten Schritt werden wir die Bettung, die Erde, die Würmer und die Essensreste dem System hinzufügen, um zu sehen ob unser Design funktioniert. Das Team hofft auch, dass wir bald einen Konsens zum genauen Design des vertikalen Gartens finden und danach auch hierfür einen Prototyp bauen können.


Aktualisierungen des vertikalen Garten Projekts 03-03-2016

Beim fünften Treffen führten wir die Auswertung und Entwicklung aller Prototypen fort. Unser sechstes Treffen findet am Sonntag den 20. März von 17:00 bis 20:00 Uhr im Baumhaus statt. Ziel ist es, dass jedes Team an diesem Termin den anderen ihren fertigen Prototypen präsentiert. In den nächsten Wochen sollten die Teams Baumaterialien sammeln und Arbeitssitzungen im Baumhaus vereinbaren, um die Prototypen zu bauen.


18-02-2016 – Planungstreffen #5 für den vertikalen Garten und Permakultur im Baumhaus

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Unser fünftes Treffen war lebhaft und produktiv! An diesem schönen Sonntagnachmittag strahlte die Sonne durch die großen Fenster des Raumes hinein, was viele kreative Ideen und freundliche Gespräche katalysierte.

Bei diesem Treffen erhielten wir von jedem Team ein Update über den aktuellen Stand ihrer Prototypen. Der Rest der Gruppe bot konstruktive Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge an. In Gruppenarbeitssitzungen hatte jedes Team die Möglichkeit die nächsten Schritte zur Entwicklung ihrer Prototypen zu planen. Hierbei ging es etwa um die Auswertung und Verfeinung ihrer Pläne, die Bestellung von Materialien oder um Treffzeiten zum Bau der Prototypen.

Der Abend begann mit einem Meet-and-Greet, bei dem wir nicht diejenigen begrüßten, die schon fast zu Veteranen der vertikalen Garten Gruppe zählen könnten, sondern auch ein paar frische Gesichter zur Gruppe vorstellten. Danach werteten wir zusammen den ‚Waterfall’ Hydroponik-Prototypen, der vor drei Wochen gebaut wurde, aus. Dabei waren folgende Faktoren zu berücksichtigen: die Haltbarkeit des Jutesack-Materials, ob die Pflanzen ausreichend Wasser erhalten und den Schimmel, der sich in den letzten Tagen an den Pflanzen gebildet hat.

Anschließend teilten wir uns in unseren Teams auf, um unsere eigenen Prototypen weiterzuentwickeln. Am Ende des Treffens wurden die Ergebnisse dieser dynamischen Arbeitssitzung vor dem Rest der Gruppe präsentiert:

Das Team, das sich mit dem ‚Lush Jungle’ Hydroponik-System beschäftigt hatte, verbrachte das Treffen damit, die Wand, an der eine 4m² Wandbegrünung installiert wird, abzumessen. Sie recherchierten im Internet nach Materialien, die sie in den nächsten Wochen benötigen, um einen 1x4m Prototypen zu bauen. Nächste Woche treffen sie sich um die Bauarbeiten zu beginnen.

Der nächste Schritt für die ‚Tiny Aquaponics’-Gruppe war, ihren funktionierenden Prototypen zu vergrößern. Bei diesem Treffen einigten sie sich, ein größeres Aquarium anzuschaffen. Sie werden Löcher in die Glasabdeckung des Aquariums schneiden, um die Hydroponik-Pflanzenbeutel (Pflanzen ohne Erde) zu befestigen. In den nächsten Wochen experimentieren sie weiter, um die optimalen Pflanzen für dieses System zu finden. Letztendlich wird dieses System als langes, schmales Aquarium unter dem Fenster vorne im Raum installiert.

Das letzte Team führte ihre spannende Idee, ein möglichst wirksames Bepflanzungssystem mit Erde zu bauen, fort. Sie trafen die Entscheidung, ein ‚Modular Rotational Vermiculture’-System zu prototypen. Das Grundprinzip dahinter ist, dass Würmer in diese mit Erde gefüllten Kisten dazu verwendet werden, um Küchenabfälle in einen nährstoffreichen Dünger aufzuspalten. Dieser Wurmkompost könnte dann dazu dienen, andere vertikale Gärten im Raum zu düngen.


Aktualisierungen vom vertikalen Garten Projekt 15-02-2015

Beim vierten Planungstreffen entwickelten wir weitere Prototypen. Wir haben zwei funktionelle Prototypen ausgewertet und verbessert. Unser fünftes Treffen findet am Sontag den 28. Februar von 14:00 bis 17:00 Uhr im Baumhaus statt – bringt gerne Essen und Snacks zum teilen mit. Die Teams sollten den Rest ihrer Gruppe kontaktieren, die Bestellung von Baumaterialien mit uns organisieren (baumhausberlin@gmail.com) und einen Plan des Bauprozesses vorbereiten. Wenn ihr eine Arbeitssitzung im Raum fürs Bauen von eurem Prototyp buchen möchtet, schreibt uns, um einen Zeitpunkt zu vereinbaren.


11-02-2016 – Planungstreffen #4 für den vertikalen Garten und Permakultur im Baumhaus

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Bei diesem vierten Treffen setzten wir den Fokus auf die Entwicklung und die Verbesserung von Prototypen; das Treffen war insgesamt war ein gut strukturiert und effizient, und vor allem hat es viel Spaß gemacht! Etwa 25 Leute kamen vorbei und brachten jede Menge Kenntnisse, Erfahrungen und Teamgeist mit. Zusätzlich haben wir das ‚Waterfall’ Hydroponik-Konzept und das ‚Tiny Aquaponik’ System ausgewertet.

Der Abend begann mit einem entspannten Meet-and-Greet, bei dem jeder die Gelegenheit hatte, sich die zwei Prototypen vor den Präsentationen anzuschauen. Im weiteren Verlauf des Treffens hörten wir Präsentationen zum ‚Modular Compost’ Bodensystem und zum ‚Lush Jungle’ Hydroponik-System. Anschließend hat sich jedes Team über die nächsten Schritte in der Entstehung ihres Systems Gedanken gemacht und diese am Ende des Treffens mit dem Rest der Gruppe abgesprochen. Sarah (The Wedding Space) hat uns auch nochmals leckere Cocktails gemixt!

Hier, einen detaillierter Überblick von jedem System:

Das ‚Waterfall’ Hydroponik-System wurde in den letzten Tagen gebaut und ist jetzt an einer Wand vorne im Baumhausraum zu sehen. Dieses geschlossene System besteht aus einem hölzernen Wasserspeicher und drei hölzernen Bewässerungsrinnen. Das Grundprinzip dahinter ist, dass Wasser vom Speicher auf das Niveau der Konstruktion gepumpt wird und nachher durch die bepflanzten Bewässerungsrinnen wieder nach unten fließt. Die Pflanzen wurden in Jutesäcken, die mit Seramis gefüllt werden, bepflanzt. Wasser fließt durch das System und wird in die Pflanzbeutel durch die Kapillarwirkung aufgenommen. Ketten verbinden die Bewässerungsrinnen und schleusen das Wasser durch das System. Das Team hat uns erklärt wie sie den Prototyp gebaut haben und wie sie die Nachhaltigkeit des Systems beurteilen. Die Materialkosten für diesen Prototyp waren insgesamt 200€ (Wasserspeicher, Bewässerungsrinnen, Pumpe und Controller).

Der Rest der Gruppe lieferte eine Menge nützlicher Verbesserungsvorschläge: Zum Beispiel umweltfreundlichere Materialien und Solarmodule, um das System mit Strom zu versorgen. In den nächsten Wochen wird dieses Team mit den Licht- und Bewässerungsbedingungen experimentieren und das Wachstum der Pflanzen beobachten.

Im ‚Tiny Aquaponics’ Prototyp leben Schrimps und eine Pflanze zusammen in einem Aquarium, was für beide Seiten vorteilhaft ist: Die Pflanze filtriert das Wasser um für die Schrimps ein geeignetes Biotop zu schaffen, und erhält gleichzeitig Nährstoffe vom Kot der Schrimps. Während der Feedback-Sitzung wurde über eine geeignete Pumpe für diesen Prototyp diskutiert (Ram Pumpe und Tesla Pumpe). Als Nächstes wird diese Gruppe den Prototypen vergrößern, um weiter experimentieren zu können.

In unserem zweiten Hydroponik-System, dem ‚Lush Jungle’ (der üppige Dschungel) werden Pflanzen in Textilbeutel gestellt, die an die Wand getackert werden, um einen 4m² vertikalen Garten zu bauen. Die Pflanzen werden von Tropfschläuchern auf vier verschiedenen Höhen bewässert. Auf diese Weise erhalten die Pflanzen ausreichend Wasser, ohne dass die Wand feucht wird. Ein Vorschlag lautete, dass die Gruppe die Pflanzen in Pflanzschulen besorgen könnte, die normalerweise weggeworfen werden. Als nächstes erstellt dieses Team eine Liste für die benötigten Materialien und baut den Prototyp.

Das letzte System fürs Prototyping war das ‚Modular Compost’-Bodensystem, ein vertikaler Gartenturm, der auch als Wurmkompostierungssystem fungiert (Küchenabfälle werden zu Wurmkompost, der zu den besten organischen Düngern der Welt gehört!). Der Prototyp wird aus Kisten, die den Pflanzwurzeln ausreichend Raum zum Wachsen bieten, gebaut. Die Gruppe hat über alternative Naturdünger, wie Pilze und Ameisenkompost, diskutiert. Als nächstes wird das Team die Maßstäbe, in denen das System gebaut werden soll, ausarbeiten. In den nächsten Wochen wählt es Pflanzenarten und baut den Prototyp.


Aktualisierungen vom vertikalen Garten Projekt

25-01-2016

Beim dritten Planungstreffen haben wir drei Systeme fürs Prototyping festgelegt: Boden, Hydroponik und Aquaponik. Unser viertes Treffen findet am 11. Februar um 19:00 Uhr im Baumhaus statt. Wir beginnen jetzt den Prototypenprozess und bitten an der Mitarbeit interessierte Gruppenmitglieder und Personen, etwas zu recherchieren und die benötigten Ressourcen und Materialien zu benennen (bitte nennt auch Preise und Orte, an denen die Dinge gekauft oder vergünstigt/ kostenlos gesponsert werden können). Während die Pläne von den Gruppen entwickelt werden, werden wir beginnen Materialien zu beschaffen.


20-01-2016 – Planungstreffen #3 für den vertikalen Garten und Permakultur im Baumhaus

Draußen war die Nacht frostig aber innerhalb des gemütlichen Baumhausraums lassen tolle Leute und Ideen exzellente Energie fließen.

Wir haben die Planung der vertikalen Gärten und Permakultur, die an den Wänden des Baumhausraumes wachsen werden, fortgeführt. Wir hatten bereits zwei erfolgreiche Treffen, und damit eine Menge an Ideen gesammelt, von Bewässerungssystemen bis zum ästhetischen Design. Dieses dritte Treffen ging darum wie genau wir nun fortfahren sollen; wir haben uns das Ziel gesetzt, herauszufinden welche Systeme wir in den kommenden Wochen prototypen werden.

Dafür gab es viele Möglichkeiten. Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe erforschte eine Art von System für vertikale Gärten: das Bodensystem, das Hydroponik-System (nur mit Wasser) oder das Aquaponik-System (mit sowohl Wasser als auch Wassertieren). Unter den Gruppenmitgliedern gab es ein breites Spektrum an verschiedenen Fachbereichen und Interessen, insbesondere Leute mit Erfahrungen in der Permakultur, vertikalen Gärten und Aquaponik, und jeder hat Ideen eingebracht! Bedacht wurde wie und mit welchen Materialien sie gebaut werden sollen, wie nachhaltig und kostengünstig sie sind und wie sie aussehen sollen.

Die Gruppe, die sich mit dem Bodensystem beschäftigt hat, ist auf viele erfinderische Ideen gekommen. Zum Beispiel, Hängematten als Pflanzenbeete und einen vertikalen Gartenturm, der auch als Wurmkompostierungssystem fungiert (Küchenabfälle werden Wurmkompost, der zu den besten organischen Düngern der Welt gehört!). Vorteile eines Bodensystems sind, dass es 100% organisch und wirklich nachhaltig wäre und den Grundsätze der Permakultur folgen würde; Abfallstoffe werden als Nährstoffe wiederverwertet und das Zusammenleben von mehreren Spezies wird so miteinander kombiniert.

Die Hydroponik-Gruppe hat geplant einen 4m² vertikalen Garten an einer Wand zu installieren, komplett mit einem Tank, mehreren Tropfschläuchen, einem Holzträger und Steinwolle um den Pflanzen Halt zu geben. Mit diesem wassereffizienten System könnten wir wirklich etwas Schönes schaffen; wir haben die Möglichkeit mit Pflanzen mit verschiedenen Farben und Texturen zu experimentieren. Andererseits gibt es mit diesem System eine lange Etablierungsphase weil die Pflanzen ins System wirklich hineinwachsen müssen.

Das Aquaponik-System funktioniert so, dass Wassertiere und Hydroponik kombiniert werden um voneinander zu profitieren. Vereinfacht gesagt wird das Wasser aus einem Fischtank (Aquakultur) auf die per Hydrokultur betriebenen Pflanzenbeete gepumpt. Das Wasser enthält Kot der Fische. In der Hydrokultur lebende Bakterien säubern das belastete Fischwasser. Die umgewandelten Nährstoffe sind danach für das Wachstum der Pflanzen verfügbar. Das Wasser fließt vom Pflanzenbeet wieder zurück in den Fischtank, wo der Kreislauf von vorne beginnt. Eine Aquaponik-Gruppe hat ein System entworfen, in dem Pflanzen sowohl von oben als auch unten im Aquarium bewässert werden können. Ein ‚Paternoster’ Bewässerungssystem wurde von einer anderen Gruppe entworfen. An ein vertikales, zirkuläres Förderband werden Tröge gehängt, die sich jede Stunde ein Stück weiter drehen um bewässert zu werden. Ein Vorteil dieses System ist, dass Pflanzen, die verschiedene Nährstoffe brauchen, in verschiedenen Trögen getrennt und dementsprechend bewässert werden können. Es besteht auch kein Bedarf emporklettern zu müssen um Pflanzen zu pflegen; mit diesem System kann man die Höhe der Tröge nach Belieben ändern.

Nachdem alle diese Ideen dem Rest der Gruppe präsentiert wurden, war Zeit für einen Plausch und einen leckeren Cocktail, die an unserem Bar-Prototyp von der Sarah (The Wedding Space) gemixt wurden.

2 Gedanken zu „Permakultur Vertikale Gärten

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